[Bücher] Von Königen, Magiern und Schwindlern

In letzter Zeit habe ich zwar einiges gelesen, bin aber nicht dazu gekommen darüber zu bloggen. Deshalb gibts diesmal einen Kurzüberblick.

“Last Argument of Kings” von Joe Abercrombie ist der letzte Teil einer Triologie. Das ist an sich schon doof darüber zu schreiben, denn ich will ja nicht spoilern. Aber soviel sei mal gesagt: Das Ende ist seltsam. In gewisser Weise unbefriedigend. Das Buch selbst ist super, wieder sehr gut geschrieben, kurzweilig und es passieren doch eine ganze Menge Sachen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Aber mit dem Ende muss ich mich noch anfreunden.

Dann hab ich noch “The Magician’s Nephew” von C.S. Lewis gelesen. Das ist die Vorgeschichte zu den “Chronicles of Narnia”, auch wenn es nicht als erstes Buch der Serie veröffentlicht wurde. Hab ich auch gerne gelesen, aber es ist natürlich ein Kinder Buch, das sollte man vor dem Kauf bedenken. Was in anderen Geschichten kitschig wirkt, passt hier einfach in die Geschichte.

Und über das letzte Wochenende kam noch ein kurzer Klassiker dazu: “The Great Gatsby”. Ist ja im Moment durch den Film (den ich nicht gesehen habe) sogar sehr aktuell und da erschien mir die Gelegenheit günstig. Ich bin ehrlich gesagt nicht so begeistert davon, die Geschichte finde ich zwar grundsätzlich gut, aber zwischendurch finde ich einzelne Szenen sehr verworren geschrieben. Da musste ich dann doch ein bisschen mit mir kämpfen.

Im Moment ist bei mir wieder eine “Ich lese drei Bücher lieber gleichzeitg als hintereinander” Phase angebrochen, deshalb kanns ein bisschen dauern bis ich da wieder ein einzelnes fertig habe. Aber manchmal brauch ich einfach abends was anderes als zum Pendeln und wieder was anderes am Wochenende.

Schöne Woche wünscht euch die Hexe – genießt die Sonne solange sie mal scheint! 🙂

The Shirts Are Dead! – Long Live the Shirts!

Auf Facebook ist mir heute eine interessante Frage untergekommen: “Schreibt und lest ihr gerne über persönliche Ereignisse auf Blogs?” Ehrlich gesagt habe ich bis dahin noch gar nicht darüber nachgedacht, sondern einfach “frei Schnauze” geschrieben, was mir wichtig vorkam. Nun, außer über etwas, über das ich mich bis jetzt nicht getraut habe zu schreiben – das Abnehmen. Allerdings bin ich über Freshly Pressed von WordPress neulich über diesen wundervollen Beitrag gestolpert: “I sold my Fat Jeans on eBay and now I want them back” und habe darüber auch diesen Blog gefunden: Our Personal Journey. Beim Lesen ist mir aufgefallen, wie sehr es mir selbst hilft über die Erfahrungen von anderen Leuten zu lesen, deshalb will euch hier einmal über meine eigenen Erfahrungen in der Hinsicht berichten.

Ich kämpfe selbst seit Jahren mit meinem Gewicht, habe immer wieder versucht meine Ernährung zu ändern, mit Sport angefangen und habe es bis jetzt nie länger als zwei Monate geschafft. Ich hab keine Ahnung wie viel ich wirklich wiege (ich mag keine Waagen), aber habe dafür ein Maßband. Braucht man ja auch zum Klamotten nähen. Und als ich so im Herbst mit dem Nähen richtig angefangen habe, hat mir das, was ich da abgelesen habe, so überhaupt nicht gefallen. Klar, mit Kleidung kann man viel vertuschen und ich kam mir nicht hässlich vor – aber trotzdem fiel damit der endgültige Beschluss, dass ein paar Kilo weg müssen.

Gut Ding will bei mir aber auch Weile haben und so hab ich erstmal überlegt und überlegt wie genau ich da vorgehen will. Was ich eigentlich langfristig erreichen will. Einfach rausgehen und joggen klingt zwar gut, hab ich bis jetzt aber noch nie durchgehalten. Also hab ich beschlossen zuerst etwas über Ernährung zu erreichen. Von Diäten halte ich überhaupt nichts, das ist für mich immer nur eine zeitweise Umstellung, aber nichts was mir dann auch dauerhaft hilft, mein Gewicht zu halten. Und so schön der Gedanke auch ist, schnell mal 10 Kilo loszuwerden, wollte ich dann doch lieber etwas machen, was zwar länger dauert aber dafür auch hält. JoJo-Effekt und so.

Im Februar bin ich dann eines morgens aufgewacht und hab beschlossen, dass das der Tag ist, an dem ich nicht nur darüber nachdenke, was ich anders machen könnte, sondern hab einfach mal angefangen. Bei ganz logischen Dingen. Also mittags in der Kantine Salat statt Bratkartoffeln als Beilage wählen. Oder wirklich konsequent Gemüse. Zum Glück mag ich das Grünzeug eh, da fällt das leicht. Und nach dem Essen nicht mehr mit den Kollegen zum Bäcker gehen und eine Nussschnecke kaufen. Dann hab ich mit einem Freund geredet, der auch ein paar Monate vorher angefangen hatte abzuspecken, und der da ähnliche Ansichten wie ich vertritt. Der hat damit angefangen, abends einfach keine Kohlenhydrate mehr zu essen. Hab ich mal n bisschen in der großen Weite des Internets angeschaut und das Prinzip unter “Schlank im Schlaf” gefunden. Voodoo, dachte ich mir. Hab aber trotzdem genauer gelesen, und so Voodoo ist das gar nicht. Basiert eigentlich darauf, dass man versucht seinen Blutzuckerspiegel nicht so sehr durcheinander zu bringen, da das die Fettverbrennung lahmlegt. Also daraufhin ein bisschen was geändert. Und siehe da, im April hab ich festgestellt, dass meine Hosen ein bisschen lockerer sitzen und meine T-Shirts nicht so eng sind… hilft wohl was. Im übrigen bin ich dann bei folgendem Essensplan geblieben: morgens Müsli mit Joghurt (ich hab mehrere Sorten und diverse Zusatzzutaten daheim so dass es nicht langweilig wird) und manchmal frischem Obst, mittags eigentlich alles (wobei ich da schon sehr auf die Auswahl der Speisen achte, und als Beilage meistens wirklich Salat nehme) und abends keine Kohlenhydrate (also Fleisch, Fisch, Gemüse, Salate… Antipasti eignen sich auch super dazu, halt ohne Brot). Unter der Woche klappt das durchgehend sehr gut, am Wochenende hab ich meistens einen Tag, wo ich das zu sehr durcheinander haue, klappt aber trotzdem ganz gut. Was mir daran gut gefällt ist, dass ich eigentlich auf keine Speisen wirklich verzichten muss, wie das eine Diät vorschreiben würde.

Das einzige, was ich gar nicht mehr kaufe, ist Schokolade. Das war schon immer meine große Sucht. Die kann ich tafelweise essen. Zu Stresszeiten auch locker 100 g am Tag. Ich hab aufgehört, Schokolade zu kaufen, denn wenn sie daheim ist, kommt sie IMMER viel zu schnell weg. Aber dafür habe ich ein Triple-Choc-Müsli gekauft, das wird ab jetzt mein Sonntagsfrühstück, zum Genießen mit frischen Obst. Kuchen liebe ich auch, vor allem selbstgebackenen. Habe ich dadurch gelöst, dass ich nur noch backe wenn ich bei jemandem zu Besuch bin. Da ess ich dann ein Stück, freue mich darüber, aber habe die Verlockung nicht daheim rumstehen.

Ende April hab ich dann noch ein bisschen was an meinen Bewegungsgewohnheiten geändert, benutze jetzt keine Rolltreppen und Aufzüge mehr und laufe am Nachmittag lieber 20 Minuten zum Bahnhof statt die Straßenbahn zu benutzen.

Im Mai war ich dann recht inkonsequent, hatte zu meinem Geburtstag ja Kuchen und Cupcakes da, war zu oft beim Grillen eingeladen abends und auf dem Beastival hab ich auch nicht unbedingt darauf geachtet, was ich so esse. Trotzdem hab ich da nicht zugenommen.

Tja, und jetzt muss ich irgendwie mal anfangen meine Hosen enger zu nähen, die schlackern. Und die T-Shirts, die in den letzten ein bis zwei Jahren gekauft habe langsam auch. Dafür passen mir jetzt wieder die, die ich davor gekauft habe – daher auch der Titel des Posts 😉

In Zahlen heißt das übrigens, dass z.B. mein Taillen-, Brust- und Hüftumfang ungefähr je 6 cm geringer geworden ist. Das ist schon eine ganze Kleidergröße. Und eine Jeans, die ich vor über zwei Jahren mal gekauft hatte, die mir letztes Jahr zu eng war, sitzt jetzt angenehm. Sogar eher besser als zum Kaufdatum. Am Wochenende war ich auch zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder in einem knielangen Rock unterwegs und hab mir im Spiegel gefallen 🙂 So kann es weitergehen. Ich denke, dass nochmal mindestens genausoviel weg sollte, und dann schau ich weiter.

Mit Sport hab ich immer noch nicht angefangen, aber mal schauen, was der Juni so bringt. Ich hatte mir überlegt, einmal in der Woche schwimmen zu gehen, das hat mir eigentlich schon immer Spaß gemacht. Und wenn das Wetter hält, ist einen Abend Inline Skating sicher auch drin.

Fazit: Das, was mir wirklich geholfen hat, ist das Ganze langsam anzugehen und an Stellen, an denen ich einfach damit leben kann. Und seitdem ich die ersten Ergebnisse an mir sehen kann, ist meine Motivation dadurch nur größer geworden, das durchzuziehen. Auch, dass ich im Mai trotz Faulheit nicht zugenommen habe, macht mir Hoffnung darauf, dass mir diese Lebensweise auch hilft wenn ich bei meinen Wunschmaßen angekommen bin. Ich denke, ich bin auf dem richtigen Weg!

Nach dem Festival ist vor dem Festival!

Zurück vom Beastival… Und es war NASS!

Es war tatsächlich nicht das Festival mit dem schlechtesten Wetter, auf dem ich jemals war – nichts schlägt da unseren Hagelsturm vom Metalfest Austria letztes Jahr – aber es war trotzdem definitiv zu viel flüssiger Sonnenschein.

Angefangen hat alles ganz gut. Mittwoch war es nur kalt, aber es hat nicht geregnet, und am Donnerstag konnte man vormittags tatsächlich mit T-Shirt rumlaufen – und sich natürlich den obligatorischen Sonnenbrand auf der Nase holen. Aber das sollte es dann auch schon gewesen sein mit dem guten Wetter. Danach haben sich hauptsächlich leichtere und schwere Regenschauer mit “nur” Wolken abgewechselt. Grummel.

Die Bands waren dafür durchgehend super, der Ablauf war recht reibungslos und es war mal eine schöne Abwechslung viele Spülklos und Waschbecken mit warmen Wasser zu haben. Luxus pur. Auch die Halle mit der zweiten Bühne war gut eingerichtet mit vielen Sitzgelegenheiten, auf die wir öfters ausgewichen sind wenn es draußen gar zu grausig war. Unser Pavillon war schon von Anfang an so instabil, dass wir ihn am Freitag morgen einfach liegen gelassen haben 😉

Fotos gibts leider keine, ich weigere mich auf Festivals Wertgegenstände mitzunehmen und mein Uralt-Handy kann einfach keine auch nur ansatzweise vernünftigen Bilder machen.

Und ich werde mir auf jeden Fall mal einen neuen Schlafsack leisten müssen. Der jetzige  ist zwar in Ordnung, aber mir war einfach keine Nacht lang angenehm warm. Komfort-Temperatur 13°C ist wohl doch ein bisschen wenig. Dafür ist mein Zelt immer noch dicht! Ich kann diese Wurfzelte wirklich nur weiterempfehlen, sind zwar doof zu transportieren aber dafür immer ordentlich abgespannt und es regnet nix rein. Auch nicht bei Hagel und Platzregen. Auch nicht beim vierten Festival in Folge, auf dem es ständig geregnet hat.  Und ich musste bis jetzt nicht mal nachimprägnieren! Unverzichtbar ist außerdem inzwischen meine Alumatte für unter der Isomatte für mich geworden. Die isoliert schön zwischen Boden und Isomatte, braucht auch fast keinen Platz und ist super leicht. Gerade bei einem Festival, auf dem Park- und Campingplatz getrennt sind, ist mir Gewicht schon sehr wichtig. Muss man ja alles rumschleppen.

Fazit: Trotz verbesserungswürdigem Wetter hats richtig Spaß gemacht und ich denke wir haben alle kleineren und größeren Katastrophen (zwei undichte Zelte, kein Pavillon und ein Bänderriss) ordentlich gemeistert! Mal schauen obs nächstes Jahr einen zweiten Besuch gibt 🙂