[Books] Glen Cook – She Is the Darkness

This is the seventh book of the Chronicles of the Black Company – and I feel like it took me ages to read it… the first half of it was really exhausting.

Contents:
Croaker finally moves against Longshadow, the last shadowmaster. Und is therefore getting closer to the mystical Khatovar, birthplace of the Free Companies. With the help of the comatose wizard Smoke Murgen is able to spy on almost everyone of their enemies… but still nobody is prepared for what lies beyond Overlook. And meanwhile Lady’s mad twin sister Soulcatcher is pursuing her very own schemes.

Criticism:
The books has a very slow start. The first half mainly consists of Murgen’s ghostwalks with Smoke but tells little of what he, Croaker and Lady actually do. While the unfolding plots are interesting I missed the personal touch of it. I didn’t get the feel of being a part of the action but more like being a watcher of the events. Also the main characters planned a lot during this time but acted very little.
Fortunately that changed at some point and the plot really starts. The ghostwalks with Smoke are also reduced, but I felt like Murgen never was so close to center of action as Croaker when he was still annalist. I still couldn’t put the book away at the end and the ending totally stunned me. But I am hoping for the next part to be better than this one. And I have to admit, I’d like to have another annalist…

Conclusion:
This was the first time I really had to struggle with a book of the Chronicles of the Black Company. I started it about a month ago but had to put it aside for two or three weeks during that time. However the ending was so unexpected I’m already looking forward to reading the next part. I still got my thumbs up for Glen Cook!

[Bücher] Rückblick Mitte Juli

Der Juli ist noch nicht vorbei, verlief aber schon sehr seitenreich bei mir. Zwischen die Romane haben sich zwar doch eine Zeit lang die letzten Skripten aus meinem Studium versteckt, aber für mich sind die Prüfungen damit vorbei. Und, wenn bestanden, auch endgültig. An spannenderen Sachen gabs bei mir dafür das hier:

Neil Gaiman – Coraline
Je mehr ich von Neil Gaiman lese, desto mehr gefällt mir seine Erzählweise und vor allem die Geschichten. In Coraline geht es um ein junges Mädchen, das mit ihren Eltern umzieht. In der Wohnung in dem neuen Haus wohnen nicht nur sehr skurile Leute – ein alter Mann, der Mäusen das Musizieren beibringt und zwei schrullige ehemalige Schauspielerinnen – sondern es gibt auch eine Tür, hinter der einfach nur eine Ziegelwand ist. Angeblich kommt das daher, dass das Haus erst nachträglich in Wohnungen unterteilt wurde. Aber Coraline stellt irgendwann fest, dass sich hinter Tür auch ganz andere Dinge verbergen.
Im Nachwort des Buches heißt es, dass Kinder die Geschichte als ein tolles Abenteuer wahrnehmen, Erwachsene sie dagegen sehr unheimlich finden. Und genau das scheint Neil Gaiman super zu beherrschen: Spannende, ungewöhnliche Geschichten, die nur auf den ersten Blick Kindergeschichten sind.

Michael Ende – Momo
Michael Ende gehört zu den Lieblingsautoren meiner Kindheit, und Bücher wie Jim Knopf oder den Wunschpunsch lese ich auch heute noch gerne. Und natürlich Momo. Die kleine Momo ist ein Waisenkind, dass alleine in einem Amphitheater wohnt, und dort mit ihren Freunden spielt oder das macht, was sie am besten kann: Zuhören. Bis die sogenannten grauen Männer in die Stadt kommen und langsam aber sicher anfangen den Bewohnern ihre Zeit zu stehlen, indem sie ihnen einreden diese sparen zu müssen. Die Folge davon sind gehetzte, unglückliche Leute und verwahrloste Kinder. Mit Hilfe der Schildkröte Kassiopeia und Meister Hora muss Momo ihre Freunde und die komplette Zeit der Menschheit retten.
Auch dieses Buch ist nur auf den ersten Blick eine “harmlose” Kindergeschichte – ich merke, hier zeichnet sich bei mir langsam ein Trend ab – denn das Problem des Nicht-Zeit-Habens ist eher aktuell. Besonders schlucken musste ich bei einer Szene, in der die grauen Männer versuchen Momo zu bestechen, indem sie ihre eine Puppe schenken wollen. Allerdings ist es der Sinn der Puppe, dass man ihr ständig neue Kleider, Accessoires und Begleiter kaufen muss. Ob Michael Ende wohl ein paar Jahre in die Zukunft blicken konnte, als er das Buch geschrieben hat? Auf jeden Fall hat mich das Buch doch ein wenig nachdenklich gestimmt und ich habe beschlossen mir wieder ein wenig mehr Zeit für die “schönen Dinge des Lebens” zu nehmen. Wie z.B. einfach mal die Sonne genießen. Solange sie da ist.

Glen Cook – Dreams of Steel
Der nächste Teil der Black Company Reihe. Das Buch wird diesmal aus der Sicht von Lady geschrieben, da – Vorsicht, SPOILER – Croaker tot ist. Und überhaupt der größte Teil der Black Company nach dem Desaster am Ende des letzten Bandes. Aber Lady hat nicht vor aufzugeben, sondern beschließt neue Komandantin zu sein und die Annalen weiterzuführen. Zu Hilfe kommt ihr dabei ihre jahrhundertelange Erfahrung im Ränkeschmieden und Leute gegeneinander ausspielen sowie die schlichte Tatsache, dass sie skrupellos ist. So ändert sich auch der ganze Ton des Buches und man bekommt tatsächlich das Gefühl, dass jemand anders erzählt. Schade, mochte ich doch den Glen Cook Croaker Stil, aber an Lady gewöhnt man sich auch recht schnell. Inhaltlich geht es in dem Buch ordentlich rund, an Ideen mangelt es wirklich nicht. Und weils so gut war, hab ich auch gleich den nächsten Teil angefangen.

Glen Cook – Bleak Seasons
Vorsicht, noch mehr SPOILER – ich weiß nicht wirklich wie ich dazu sonst etwas schreiben soll. Der Teil wird nicht mehr von Lady geschrieben, da diese inzwischen herausgefunden hat, dass Croaker nicht tot ist und am Ende des letzten Bandes die verstreuten Teile der Black Company wieder unter eine gemeinsame Führung gekommen sind. Und so lernen wir Murgen als Annalenschreiber kennen. Der wieder einen komplett anderen Schreibstil hat. Murgen schreibt einige Jahre nach dem Buch von Lady, hat aber immer wieder Blackouts, in denen er die Zeit durchlebt, während Lady ihr Buch geschrieben hat. Nur natürlich seine Seite der Handlung. Wie üblich bei Glen Cook sind die Ereignisse eher düster und ernst, der Krieg zwischen der Black Company/Taglios und dem letzten Shadowmaster wird fortgeführt. Gibt es eigentlich für irgendeinen der Charaktäre ein gutes Ende?
Nachdem ich anfänglich sehr verwirrt war von den Buch – die Zeitsprünge waren doch teilweise sehr irritierend – hat es mich mit der Zeit trotzdem wieder gefesselt. Murgen erwähnt manchmal Ereignisse aus den letzten Jahren, über die man erst später erfährt und auch die Entwicklung von Croaker und Lady ist spannend. Ich bin wirklich gespannt, was in den nächsten Bänden passiert.

Und das wars dann erst mal wieder. Meine NähMa steht grade ziemlich still, da ich leider viel zu viele andere Sachen zu tun habe. Bewerbungen schreiben und so zwecks baldigem Studiumsende 😉

[Bücher] Glen Cook – Shadow Games

“Shadow Games” ist der fünfte (oder vierte – das kommt darauf an ob man “Silver Spike” als vierten oder fünften sieht – für mich war es der vierte) Band aus der “Black Company” Reihe von Glen Cook. Über die anderen Bände habe ich keine Reviews geschrieben, die hatte ich schon lange gelesen bevor ich überhaupt angefangen habe zu bloggen 😉 Wer die Serie nicht kennt, sollte also hier nicht weiterlesen und mit “Black Company” anfangen, ich persönlich kann Spoiler zumindest gar nicht austehen!

“Shadow Games” beginnt auf jeden Fall da, wo “White Rose” aufgehört hat. Die Kompanie besteht nur noch aus wenigen Männern und hat beschlossen, die Annalen zurück nach Khatovar zu bringen. Wobei sich herausstellt, dass die ältesten Bände der Annalen verloren gegangen sind und deshalb niemand genau weiß wo sich Khatovar eigentlich befindet. Croaker beschließt der Spur der Kompanie Geschichte zu folgen soweit sie bekannt ist und hofft irgendwann wo zu landen, wo er Khatovar auf einer Karte finden kann. Der Weg führt sie also zuerst wieder zurück nach Beryl, wo auch “Black Company” angefangen hat, und von da aus weiter in den Süden. Daher auch der Zusatz “First Book of the South”. Hat man “Silver Spike” vorher gelesen, so weiß man natürlich schon die ersten Etappen, ist man ihnen doch mit Case und Raven schon gefolgt.

Wie auch in den beiden vorhergehenden Büchern spielen einige Kapitel an anderen Orten und führen zum eigentlichen Haupthandlungsstrang hin, in dem man auch eine ganze Reihe alter Bekannter wieder trifft. Wer das ist, soll hier natürlich nicht verraten werden.

Bevor der Punkt aber erreicht wird, zieht sich die Handlung leider etwas. Die verbleibende Kompanie stößt zwar manchmal auf mehr oder auch weniger Gegenliebe (je nachdem ob sie an einen Ort kommen für oder gegen den sie gekämpft haben), ansonsten passiert aber leider wenig außer Andeutungen auf spätere Ereignisse. Während bei den ersten Bänden klar war, dass die “große Geschichte” die Auseinandersetzung wischen der Lady, dem Dominator und der White Rose sein muss, tappt man hier in der Hinsicht völlig im Dunkeln. Ungefähr ab der Hälfte kommt die Handlung jedoch richtig ins Rollen und die verschiedenen Stränge werden wieder zusammengeführt.

Insgesamt fand ich das Buch doch wieder äußerst spannend und gut erzählt. Ich mag es, dass Glen Cook seine Charaktäre immer wieder vor Entscheidungen stellt bei denen man das Gefühl hat, dass kein Weg der “richtige” ist. Hier verfolgt jeder seine eigenen Ziele, egal wie moralisch einwandfrei diese sind. Wem schon die anderen Teile der Serie gefallen haben, dem kann ich “Shadow Games” nur weiterempfehlen – es bleibt spannend und wirft einen Haufen unbeantworteter Fragen auf!